Karneval auf La Palma – Casa Ines

Karneval auf La Palma

Während der Karnevals-Woche und auch noch mindestens eine Woche danach, gibt es in nahezu jeder Gemeinde Umzüge und zum Ende des Karneval die traditionelle Beerdigung der Sardine. Wie auf keiner anderen Insel üblich, wird hier statt Konfetti Babypuder verpulvert. Die Herkunft dieses Brauches liegt in der Veräpplung der zurückkehrenden Immigranten aus Lateinamerika, um diese mit der Bewerfung von Mehl in die raue Realität zurückzuholen.

Karneval auf La Palma

Am Faschingsmontag (día de los indianos), werden in Santa Cruz de La Palma die “Indianos” bei ihrer Rückkehr aus Amerika mit viel Folklore-Musik und Pulver-Tiraden begrüsst. Dabei erscheint die ganze Stadt in weiß, die vielen Besucher des Festes in hellen Baumwollgewändern und Strohhüten, mit großen Zigarren und Rum im Glas ausgestattet, als Kubaner verkleidet in Erinnerung an die Rückkehrer der großen Auswanderungswellen. Dann und wann gibt es in der Besuchermenge auch dunkelhäutige “Schönheiten”, deren Oberweite und Hinteransicht allerdings bei genauerer Betrachtung so monströs geraten sind, dass man (Frau) darunter doch Männer vermuten muss. Die “Damen” sollen das mitgebrachte farbige Dienstpersonal der (Wieder)- Einwanderer darstellen. Die ganze Stadt feiert ausgelassen, überall gibt es auf der Strasse Musik und Tanz, abends wird es rappelvoll und man bewegt sich vor (und meistens aber auch genauso wieder zurück) in der Parallel-Straße zum Meer mit den Rhythmen der Batucadas, begleitet von vielen Kinderwagen in der Menge.

Erwähnen muss man auch den Umzug der Schulen am Donnerstag vor Rosenmontag und den schönen Umzug am Faschingsdienstag in Los Llanos. Hier kann man ob der tollen Stimmung durch die Batucadas sich nur jedes Jahr wieder wundern, dass es danach nicht sofort auf der Plaza ein sich anschließendes rauschende Fest gibt. (Das hatte dann schon am Wochenende stattgefunden mit Livemusik und traditionellen Musikgruppen auf der Plaza bis in die frühen Morgenstunden) In Los Llanos wird die Sardine am darauffolgenden Freitag zu Grabe getragen (ein Wagen der oben als Figur eine große Sardine beherbergt). Danach wird nochmal kräftig gefeiert . . . und wer nun denkt, dass alles doch nun ein Ende gefunden hat, der irrt, denn in kleinerem Umfang gibt es immer noch Umzüge und man feiert gerne weiter in Puerto Naos und Puntagorda und . . . . .

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